Victoria Gersten siegt beim Hallenturnier um den „Grossfeld-Cup“ – SV Wietmarschen scheitert im Viertelfinale knapp!
Von Daniel Buse - nordhorn. Victoria Gersten hat die sechste Auflage des Hallenfußball-Turniers der Frauen um den „Grossfeld-Cup“ für sich entschieden. Bei der von der SG Bad Bentheim organisierten Veranstaltung setzte sich das Team im Finale mit 1:0 gegen den FFC Heike Rheine durch und sicherte sich die 400 Euro Siegprämie und den größten Pokal. Für die Grafschafter Teams blieb wie für die 250 zahlenden Gäste im Nordhorner Euregium nur die Zuschauerrolle, als die auswärtigen Mannschaften in der Endphase des Turniers den Sieg unter sich ausmachten.
Mit dem SV Wietmarschen, der SG Bad Bentheim und überraschenderweise auch Borussia Neuenhaus hatten sich drei Grafschafter Vertreter bis ins Viertelfinale durchgespielt – doch dort war dann Endstation. Mit 0:2 unterlag die SG dem späteren Finalisten aus Rheine etwas unglücklich und der Kreisligist aus Neuenhaus musste sich Gersten klar mit 0:6 geschlagen geben. „Wir spielen erst im zweiten Jahr Frauenfußball in Neuenhaus und haben nur junge Mädchen dabei. Die Älteste ist gerade 18. Das ist für uns ein Super-Erfolg“, freute sich Borussen-Trainer Egbert Hans dennoch über die Vorstellung seines Teams, das auch in der Qualifikation mit drei Siegen ohne Gegentor einen souveränen Eindruck hinterlassen hatte. Noch besser war die Vorstellung des SV Wietmarschen, der im Viertelfinale gegen den Regionalligisten Arminia Ibbenbüren durch Bianca Timmers in der Schlussminute zum 1:1 ausgleichen konnte. Das Aus stand erst nach dem anschließenden Penaltyschießen fest.
Lange Zeit machte mit Borussia Mönchengladbach das Zugpferd der Veranstaltung den besten Eindruck. „Gladbach ist hier die große Ausnahme“, erklärte Walter Verwold, Trainer der SG Bad Bentheim. Er hatte mit seinem Team zum Vorrundenauftakt nur ein 0:1 gegen die Regionalliga-Frauen kassiert. Ein Resultat, das später unter anderem durch ein 9:0 der „Fohlen“ gegen Grenzland Laarwald aufgewertet wurde. „Gut, dass wir am Anfang gegen Gladbach gespielt haben, sonst wären meine Spielerinnen mit viel zu viel Respekt aufs Feld gegangen“, war Verwold im Nachhinein mit der knappen Niederlage zufrieden. Ohne Gegentor stürmte die Borussia bis ins Halbfinale, doch als gleichzeitig in der Bundesliga die Gladbacher Herren gegen Bayer Leverkusen die ersten beiden Treffer kassierten, ging es auch mit den Frauen bergab: Die ersten Gegentore bedeuteten beim 0:2 gegen Gersten gleich das Aus. Am Ende konnte sich das Team vom Niederrhein aber immerhin damit trösten, dass Rebecca Schröder nicht nur als Torschützenkönigin, sondern auch als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet wurde. Den Preis für die beste Torhüterin bekam Tanja Schomaker vom Sieger aus Gersten.
„Wir werden das Turnier im nächsten Jahr wieder machen“, zog Organisator Hans-Gerd Ems von der SG Bad Bentheim ein positives Fazit der sechsten Ausgabe der Veranstaltung. Mit seinem eingespielten Team aus 50 Freiwilligen freut er sich schon auf das nächste Jahr – und hat noch ein Ziel: Ein Bundesligist soll nach Nordhorn geholt werden. „An Wolfsburg waren wir ja schon in diesem Jahr dran“, sagt Ems und verspricht auch für 2012 interessanten Hallenfußball.











