Hallen-Kreismeisterschaft der Mädchen: Titel für Suddendorf-Samern, VfL Weiße Elf und Uelsen
Der SV Suddendorf-Samern und der VfL Weiße Elf sind die großen Gewinner der Hallenkreismeisterschaften im Mädchenfußball. Beide Vereine gewannen am Sonntag in der Emlichheimer Vechtetalhalle vor einer stattlichen Fangemeinde ihre Endspiele. Der Titel in der C-Jugend ging an Olympia Uelsen.
Von Werner Jäckering - Emlichheim. Die Schiedsrichter Friedhelm Lewald und Gerhard Kirchmeier hatten in Emlichheim leichtes Spiel: Sie kamen ohne Zeitstrafen und nur mit wenigen Ermahnungen aus. Die vielen Zuschauer konnten sich so auf die spielerischen Momente konzentrieren. Und davon gab es die ganze Palette – von technischen Finessen, Einsatz, Kampf bis zu Hochspannung. Die Staffelleiterinnen Barbara Nyhuis, Anke Lütkes, Gitta Koops und Jana Bartels überreichten die Pokale an die siegreichen Vereine.
F-Juniorinnen
SV Suddendorf/Samern – SV Bad Bentheim 3:1 (2:1). Die frühe Führung des Titelverteidigers durch Kristina Bookholt glichen die Bad Bentheimerinnen wenig später mit einem Aufsetzer ins lange Eck von Lena Cerauca aus. Ein unglückliches Eigentor des SVB nach einem Eckball eröffnete eine ausgeglichene Phase mit völliger Offensive ohne taktische Zwänge. Der SV SuSa kam dann stark auf, aber die Bentheimer Torhüterin Anna-Lena Loh hielt ihr Team mit sehenswerten Paraden im Spiel. Beim dritten Gegentreffer erneut durch Kristina Bookholt war sie machtlos.
Tore: 1:0 Kristina Bookholt (1.), 1:1 Lena Cerauca (3.), 2:1 Eigentor (5.), 3:1 Kristina Bookholt (14.).
C-Juniorinnen
SV Wietmarschen – Olympia Uelsen 0:5 (0:2). Die gleichen Kontrahenten wie im Finale des Vorjahres fielen zunächst – von taktischen Vorgaben beherrscht – mit vielen Ballstafetten und wenige Schüssen aus der zweiten Reihe auf. Zu einem Gefahrenherd entwickelte sich dann die Uelsener Spielführerin Narina Indzoan. Nach zwei Toren vor der Pause setzte sie mit einem beherzten Fernschuss zum 3:0 ein gutes Zeichen gegen die aufkommende Langeweile. Letztlich hatte Wietmarschen trotz guter Moral und starken kämpferischen Momenten keine echte Chance gegen den Titelverteidiger.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Narina Indzoan (2./9./22.), 0:4 (28.), 0:5 Alina Hindriksen (29.).
D-Juniorinnen
VfL Weiße Elf – TSV Georgsdorf 10:1 (2:0). Im torreichsten Spiel des Finaltages hielt der TSV bis zur Pause gut mit. Nach einem Hattrick von Jasmin Oldehinkel direkt nach Wiederbeginn brachen aber alle Dämme. Die Nordhornerinnen zeichneten sich durch sehenswerten Kombinationsfußball und sicheres Passspiel aus. Sie gewannen auch in der Höhe verdient. Den Georgsdorfer Ehrentreffer erzielte Julia Kronemeyer wenige Sekunden vor dem Abpfiff.
Tore: 1:0 Carina Spann (3.), 2:0 Ulrike Kronemeyer (7.), 3:0, 4:0, 5:0 Jasmin Oldehinkel (13./14./16.), 6:0, 7:0 Carina Spann (18./19.), 8:0 Emine Atasaguner (20.), 9:0 Ulrike Kronemeyer (21.), 10:0 Emine Atasaguner (22.), 10:1 Julia Kronemeyer (24.).
B-Juniorinnen
SV Suddendorf/Samern – SV Wietmarschen 4:2 (2:1). Wietmarschens Torhüterin Anne Wagendecker war wie schon im Vorjahr mit starken Reflexen und Paraden der große Rückhalt ihrer Mannschaft. Die frühen Gegentore von Katrin Bookholt (per Drehschuss aus zwölf Metern ins lange Eck) und Esther Verwold (aus dem Gewühl im Strafraum heraus) konnte sie aber nicht verhindern. Gitta Groven verlängerte noch vor der Pause einen Eckball von Maike Schulz direkt zum 1:2-Anschlusstreffer für den SVW. Mitten in die Drangphase der Wietmarscherinnen hinein stellte dann die SuSa-Fußballerin Katrin Bookholt mit einem Volleyschuss zum 3:1 die Weichen auf Sieg. Sabrina Sütthoff betrieb Ergebniskosmetik.
Tore: 1:0 Kathrin Bookholt (2.), 2:0 Esther Verwold (4.), 2:1 Gitta Groven (13.), 3:1 Katrin Bookholt (20.), 4:1 Esther Verwold (25.), 4:2 Sabrina Sütthoff (30.).
E-Juniorinnen
SG Bad Bentheim – VfL Weiße Elf 2:3 (1:1). Das packendste Finale der Kreismeisterschaft zeigten die E-Mädchen. Die leicht überlegenen Bad Bentheimerinnen mussten sich letztlich dem Kampf und der optimalen Ausbeute des VfL Weiße Elf geschlagen geben. Ein Eigentor glichen die Nordhornerinnen schon eine Minute später durch Verena Kronemeyer zum 1:1-Halbzeitstand aus. Die VfL-Spielerin erhöhte auf 3:1, das Spiel blieb aber weiter dramatisch. Die Teams boten einen offenen Schlagabtausch. Nach dem Schlusspfiff belohnten beide Fanlager die Mannschaften mit stehenden Ovationen. Die Partie hätte zwei Sieger verdient gehabt.
Tore: 1:0 Eigentor (5.), 1:1, 1:2, 1:3 Verena Kronemeyer (6./13./13.), 2:3 Felipa Zwieder (22.).




